Rechtspsychologie im Film

Die TeilnehmerInnen des Projektseminars Rechtspsychologie im Sommer 2017 an der JGU haben sich dafür entschieden, rechtspsychologisch relevante Themen filmisch so aufzubereiten, dass sie einem breiteren Publikum nähergebracht werden können. Beide entstandenen Filme werden im Rahmen des Institutskolloquiums ermals öffentlich aufgeführt.



"Think before you judge. Drei Denkverzerrungen im juristischen Kontext", 2017
(ein Film von M. Ilhan, H. Kleber, H. Lauren, J. Leyendecker, S. Palm, und R. Schmidt)

Im Film werden drei prominente Urteilsverzerrungen (Berstätigungsfehler, Ankereffekt, Rückschaufehler) und ihre Relevanz im juristischen Kontext beleuchtet. Anhand eines Fallbeispiels und Interview mit ExpertInnen aus dem Bereich der Psychologie, der Krimonologie, der Rechtswissenschaft und der juristischen Praxis wird die Relevanz alltäglicher Urteilsfehler im juristischen Kontext und mögliche Gegenmaßnahmen Vorkehrungsmaßnahmen beleuchtet.



"Transidentität und die Psychologie: Warum der Rettich kein Rettich ist", 2017
(ein Film von C. Besier, T. Buchwitz, T. Porth, und C. Winter)

Mit dem "falschen" Geschlecht geboren. Der Film kontrastiert Stimmen und Fragen "von der Straße" mit dem Selbstverständnis und der Erfahrung transidentiärer Menschen und zeichnet anhand von Interviews mit WissenschaftlerInnen aus Medizin und Geschichte sowie praxiserfahrenen Gutachtern nach, wie sich der gesellschaftliche Blick auf Trans wandelt und im Rahmen der Entpathologisierung auch die bisherige Praxis obligatorischer psychologischer Begutachtung im Rahmen des Transsexuellengesetz zunehmend zu einem Anachronismus wird.